No future für Vorbilder? – kopfarbeit-Blog zur Sprenger-Kontroverse
Geschrieben am 22.11.2010
Führung
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Das manager-magazin ist nicht unbedingt bekannt für Sensationsmache, Skandale oder laute Aufschreie. Der im Mai dieses Jahres veröffentlichte Artikel “Vorbild a. D.” von Reinhard K. Sprenger jedoch löste zumindest eine Debatte aus: Mit seiner Absage an die Vorbildfunktion von Führungskräften hatte der Management-Berater die Gemüter erhitzt und nicht nur seinen Beraterkollegen Klaus Doppler, der ihm in der nächsten Ausgabe öffentlich antwortete, zu einer Erwiderung veranlasst. Zahlreiche Führungskräfte widersprechen Sprenger entschieden, wenn er behauptet, dass der Manager oder auch die Managerin von heute auf Authentizität bestens verzichten kann, Beruf und Privatperson sauber trennen und stattdessen zu Einzigartigkeit und Individualität inspirieren sollte – um diese wünschenswerten Eigenschaften dann zu “kapitalisieren”. In einer Zeit, in der sich die Bundeskanzlerin höchstpersönlich gegen den Vorwurf der Führungsschwäche verwahren muss, das Image von Managern nach der Finanzkrise derart beschädigt ist, dass dem ganzen Berufsstand pauschal Gier und Ausbeuterei unterstellt werden und der Ruf nach ethischem Handeln der Verantwortlichen in Wirtschaft und Gesellschaft immer lauter wird, provoziert Sprenger durch den Versuch, mit der “Vorbilderwartung” aufzuräumen: Schließlich seien Führungskräfte auch nur Menschen. Wie viel Vorbild kann, wie viel Vorbild muss der Chef sein? Im Folgenden versuchen wir, einige Irrtümer zum Thema Führung und Vorbild zu beleuchten.
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