Twitter, MySpace und Co.: Die Chancen und Risiken von Social Media in Unternehmenskommunikation und Mitarbeitergewinnung
Untersuchungen des Marktforschungsinstituts IDC zeigen: Über die Hälfte aller Beschäftigten weltweit verwendet Social Media-Dienste wie Facebook, Twitter, LinkedIN, MySpace, Flickr oder Xing nicht nur privat, sondern auch geschäftlich – und zwar zum messbaren Vorteil von Unternehmen. Die enormen Perspektiven, die mit diesem Phänomen einhergehen, können kaum überbewertet werden. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Das Risikopotential für Marken und Images ist erheblich, wie bereits mehrere große Unternehmen feststellen mussten. Weil sich zu den verschiedenen Formen der Social Media-Kommunikation die rasante Entwicklung des mobilen Internets gesellt, beispielsweise das “Twittern” also praktisch von überall aus möglich ist, besitzen die neuen Interaktionsformen einen hohen Echtzeitfaktor, der sie zusammen mit ihrer einfachen Zugänglichkeit und Bedienbarkeit zu einem mächtigen Instrument für die Schaffung von Öffentlichkeit machen. Lesen Sie, wie Sie Facebook, Twitter und Co. für Ihren Unternehmenserfolg erschließen!
(1) Warum sich Unternehmen mit Social Media auseinandersetzen müssen
Mehr und mehr Unternehmen erkennen das enorme Potential von Social Networks und Communities, gelegentlich auch als Web 2.0 bezeichnet – und betreten dabei Neuland. Marketingexperten stürzten sich mit großem Enthusiasmus in die neuen, schnellen und preisgünstigen Kommunikationstechniken, Social Media-Aktivitäten wurden zum Teil überstürzt und ohne dezidierte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Implikationen der noch jungen Plattformen initiiert. Das blieb nicht ohne Folgen: Einige Kampagnen großer Unternehmen stießen unerwartet auf heftigen Widerstand, etwa wegen der Gewinnung prominenter Blogger für kommerzielle Zwecke. Für Unternehmen ergibt sich aus der Allgegenwärtigkeit der neuen Medien sowie deren Möglichkeiten- und Gefahrenpotential die unabdingbare Notwendigkeit der Beschäftigung mit ihnen: Kümmern sie sich nicht selbst um ihre Online-Reputation, tun es andere.
Überlegen Sie, wo und wie Social Media für Ihr Unternehmen zum Tragen kommen. Gibt es unausgeschöpfte Potentiale? Wo liegen die Risiken? Wissen Sie, was über Ihr Unternehmen geschrieben wird, welche Bewertungen es z.B. auf Empfehlungsplattformen wie Qype gibt? Ernennen Sie ggf. einen Beauftragten, der Ansprechpartner für alle Social Media-Aktivitäten Ihres Unternehmens ist.
(2) Monitoring Web 2.0: Krisenpotentiale im Netz erkennen
Im vergangenen Jahr kam es öfter als einmal vor, dass Unternehmen im Netz entstandene Krisen bewältigen mussten – dann nämlich, wenn Sie von einem sich online austobenden Sturm der Kritik erst dann erfuhren, wenn die Wellen der Empörung bereits die Tagesmedien erreicht hatten oder Informationen von Außenstehenden auf das Problem hinwiesen. Bei rechtzeitiger Identifizierung von Krisenherden jedoch wäre es durchaus möglich gewesen, den Imageschaden durch frühzeitige Reaktionen und Gegenmaßnahmen zu begrenzen oder ganz abzuwenden.
Vergessen Sie über der Einbindung von Twitter & Co. ins Kommunikationskonzept des Unternehmens nicht, dass es nicht nur darum geht, selbst Inhalte ins Netz zu stellen, sondern auch im Blick zu behalten, was von anderen über das Unternehmen geschrieben wird – so können Sie Stolpersteine in Vorteile verwandeln!
(3) Social Media Marketing: Techniken und Tools
Neben den genannten Risiken bieten Social Media jedoch auch eine ungeheure Menge von Möglichkeiten für Ihre interne und externe Unternehmenskommunikation und die Gewinnung von Mitarbeitern. Beispiel Social Media Marketing: Die Nutzung von Communities und Plattformen für den Austausch von Multimedia-Material kann Ihnen helfen, eine loyale Kunden- oder Nutzerbasis zu etablieren und ein Markenzeichen wesentlich schneller und effektiver als mit klassischen Instrumenten aufzubauen. Die direkte Interaktion mit Interessenten und Kunden über soziale Netzwerke ist von unschätzbarem Wert für Beschwerde- und Kundenbindungsmanagement, und über die Etablierung und laufende Optimierung von Online-Angeboten sowie dabei entstehende Synergieeffekte können Sie weit über Ihre Kernzielgruppe hinaus Menschen ansprechen und gewinnen. Ein gut gepflegtes und aktuelles Blog ist ebenfalls geeignet, Interesse für Ihr Aktionsfeld zu wecken, und über Kommentarfunktionen bieten sich auch hier Möglichkeiten zur Interaktion. Die Quintessenz von Web 2.0 ist die Interaktion: Aus Zuschauern werden so Teilnehmer, aus Kunden Mitglieder einer Community, aus dem daraus resultierenden Zusammengehörigkeitsgefühl Loyalität zu einer Marke.
Social Media Marketing (SMM) und Social Media Optimization (SMO) sind eine unschätzbare Ressource für Ihre externe Unternehmenskommunikation – identifizieren Sie die Dienste und Instrumente, die für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung geeignet sind, und erschließen Sie sie!
Am 24. Februar lesen Sie in Teil 2 unserer Praxistipps zu Potentialen und Risiken des Social Media Marketing, wie Sie die neuen Kommunikationsdienste auch in Ihrer internen Kommunikation, bei der Personalauswahl oder auch für Ihre individuelle Karriereplanung nutzen können. Im März bieten wie Ihnen außerdem einen Beitrag zum Online-Image von Führungskräften an, der sich mit der professionellen Pflege des eigenen Profils befasst, die zunehmend zum entscheidenden Faktor für berufliches Fortkommen und erfolgreiches Networking wird.
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