Work-Life-Balance – Mehr Lebensqualität für Berufstätige
Gerade an Menschen in Führungspositionen werden hohe Anforderungen gestellt. Nicht nur sind sie meist einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt, von ihnen wird auch erwartet, ein gleich bleibend hohes Leistungsniveau zu halten, Ergebnisse zu präsentieren, für alle ein offenes Ohr zu haben und vieles mehr. Das eigene Privatleben gerät dabei oft ins Hintertreffen. Während die Politik sich gerade im Vorfeld der Bundestagswahl mit der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben befassen muss, sind viele Berufstätige in leitender Funktion bereits mitten drin im täglichen Kampf um ein ausgewogenes Dasein.
(1) Ihr Ausgangspunkt: Wo befinden Sie sich?
Wie stellt sich Ihre konkrete Lebens- und Arbeitssituation dar? Sind Sie relativ neu in der Chefetage, benötigen Sie gegebenenfalls Coaching-Angebote oder andere Angebote zur Persönlichkeitsentwicklung? Haben Sie Kinder, wenn ja, in welchem Alter? Sind Sie bereits lange im Beruf und streben eine fachliche Weiterqualifikation an? Nehmen Sie zunächst eine Standortbestimmung vor!
(2) Ihre Lebensqualität: Zukunftsorientierte Arbeitsmodelle
Nicht nur die Wissenschaft, sondern auch Unternehmen haben die Bedeutung flexibler Arbeitsmodelle erkannt – ausgeglichene Mitarbeiter sind oft der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick darüber, was Ihr Arbeitgeber für Möglichkeiten bereithält. Regen Sie gegebenenfalls flexible Arbeitszeitmodelle, Freistellungsphasen usw. an!
(3) Ihre Arbeitsbelastung: Stressmanagement im Alltag
Stress wird völlig unterschiedlich erlebt. Für die einen ist es der Druck, ständig erreichbar sein zu müssen, für andere ein überquellender E-Mail-Eingangskorb, der sie unter Stress setzt. Wer dem abhelfen will, muss sich äußerst gut strukturieren und organisieren können. Dazu gehören auch das Setzen von Prioritäten und richtiges Delegieren. Finden Sie heraus, was Ihnen Zeit und Kraft raubt, und entwickeln Sie eine darauf abgestimmte Strategie!
(4) Work-Life-Balance: Beruf, Familie, Freizeit, Ich
Die Balance, die hier gemeint ist, geht weit über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hinaus – schließlich geht es auch um Ihre Gesundheit, Ausgeglichenheit und Lebensqualität! Man unterscheidet daher die Bereiche Beruf, Familie, Freizeit und Ich. Vergessen Sie über dem logistischen Kraftakt, Job und Familie unter einen Hut zu bringen, auf keinen Fall sich selbst! Nehmen Sie sich regelmäßige Auszeiten, akzeptieren Sie Überlastungen nur für einen begrenzten Zeitraum, dem ein Ausgleich folgen muss!
(5) Das Leben entrümpeln: Wo wollen Sie hin?
Im Beruf evaluieren wir Arbeitsabläufe oder organisatorische Strukturen – wir stellen Sie auf den Prüfstand und unterziehen sie einer kritischen Betrachtung. Gleiches gilt für Ihr Berufs- und Arbeitsleben. Fragen Sie sich regelmäßig: Bin ich noch auf Kurs? Worauf kommt es mir an? Berufliche Anerkennung, ein höheres Einkommen – oder mehr Zeit für mich und die, die mir nahe stehen? Haben Sie den Mut, Ihren Lebensentwurf zu überdenken, gegebenenfalls auch neu zu gestalten!
(6) Downshifting: Einen Gang zurück
Machen Sie nicht den Fehler der Über-Strukturierung, der Menschen, die perfekt „funktionieren“ wollen, oft unterläuft: Verplanen Sie weder Ihre Arbeits- noch Ihre Freizeit bis auf die allerletzte Minute! Schaffen Sie sich Freiräume, die Ihnen zu mehr Flexibilität und Freizeit verhelfen. Der Begriff Downshifting bezog sich ursprünglich auf ebenso erfolgreiche wie eingespannte Berufswechsler, findet inzwischen aber auf alle Anwendung, die kürzer treten wollen oder müssen. Sie müssen sich nicht gleich umschulen lassen, schaffen Sie „Ruheinseln“ in Ihrem Alltag! Ein Karrierewechsel sollte immer nur die letzte Option sein!
(7) Es ist Ihr Leben: Selbstwertgefühl, Zufriedenheit und Erfolg
Es ist eine alte Weisheit: Wer sich selbst nicht annehmen kann, wird immer Probleme mit dem persönlichen und beruflichen Umfeld haben, leichter unter Stress leiden, schneller krank werden. Die Folge dieses unheilvollen Kreislaufes sind noch mehr Unzufriedenheit und ausbleibende Erfolge, die noch mehr auf das Selbstwertgefühl drücken. Lernen und trainieren Sie, ein positives Selbstbild aufzubauen – damit haben Sie den wichtigsten Schritt hin zu mehr Lebensqualität getan!
Die Checkliste für ein ausgeglichenes Berufs- und Privatleben:
- Bestimmen Sie Ihre aktuelle berufliche und private Situation!
- Wie kann Ihr Unternehmen Sie unterstützen? Gibt es flexible Arbeitszeiten, Teilzeitoptionen, Sabbaticals?
- Identifizieren Sie Stressmacher und Zeitdiebe und entwickeln Sie Strategien zum Umgang mit ihnen!
- Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst!
- Bestimmen Sie klare Ziele und Rahmenvorstellungen für Ihr Leben!
- Treten Sie ggf. kürzer, schaffen Sie Freiräume!
- Arbeiten Sie an einem positiven Selbstbild, lernen Sie, sich anzunehmen!
Stressmanagement, Zeitmanagement
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