Führen mit Zuversicht – Vom Zusammenhang zwischen Motivation und Führungserfolg

2005 tauchte in deutschen Tageszeitungen gelegentlich der Begriff „Bundeszuver-sichtsbeauftragter“ auf. Gemünzt war der teils liebevolle, teils spöttische Spitzname auf Jürgen Klinsmann, damals Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft, der im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 geringe Chancen auf ein gutes Abschneiden eingeräumt wurden. Es kam anders, und es herrscht Einigkeit darüber, dass die Leadership-Qualitäten des Bundestrainers das respektable Ergebnis mitbedingten. Zuversicht in schwierigen Zeiten vermitteln ist nicht immer leicht, doch von Führungskräften wird genau das erwartet.

1. Ihre Ausgangssituation
Autoritäres, hierarchisches Führen war gestern, heute werden verschiedene Arten der Führung unterschieden: charismatisch und visionär, partizipativ, kooperativ und demokratisch. Meist wird heute ein situativer Ansatz vertreten – also eine Orientierung des Führungsstils an den Erfordernissen der Situation. Klären Sie also zunächst, wo Sie sich befinden: Geht es um einen Konflikt mit einem Mitarbeiter? Steht eine Veränderung an? Soll ein neues Produkt eingeführt werden?

2. Ihr Führungsstil
Es gibt also keinen universellen Führungsstil – Sie müssen ihn in Abhängigkeit von der Situation, deren Zielen, Ihrem Team, dem Zeitrahmen und anderen Faktoren immer wieder neu definieren. Eignen Sie sich ein entsprechendes Repertoire an. Dazu gehören unterschiedlichste Komponenten wie Rhetorik, Selbstdarstellung und Selbstmotivation. Wer andere führen will, muss sich selbst führen können. Was treibt Sie an? Welche Ziele haben Sie? Können Sie Ihre Selbstführung und –motivation verbessern?

3. Ihre Persönlichkeit
Natürlich sind Führungsstile keine Hemden, die man täglich wechselt: Die Persönlichkeit der Führungskraft fließt in ihre Art, zu leiten, ein, und das soll sie auch. Sonst wäre charismatisches, visionäres Führen, wie es oft im Zuge von Change-Projekten notwendig ist, gar nicht möglich. Erkennen Sie Ihre Persönlichkeit und Ihre Ressourcen, lernen Sie, Herausforderungen anzunehmen und zu meistern.

4. Sie und die anderen – Management oder Leadership?
Während die täglichen Abläufe oft ein gutes und kompetentes Projekt- und Zeitmanagement erfordern, geht der Leaderbegriff weit über diesen Ansatz hinaus: Ein Leader hat Visionen, überzeugt, inspiriert und reißt mit. Übertragen Sie Ihre Selbstführung nach außen, motivieren Sie andere, Ihre Vision mit zu tragen. Der französische Staatstheoretiker Montesquieu riet: “Wenn du regieren willst, darfst du die Menschen nicht vor dir herjagen. Du musst sie dazu bringen, dir zu folgen.” Genau das wollen Sie erreichen. Befassen Sie sich daher intensiv mit Ihrer Interaktion mit anderen und lernen Sie, Mitarbeiter Ihrem Potential entsprechend zu fördern – und zu fordern.

5. Motivation und Kommunikation
Noch ein Zitat: “Wenn ich nachdenke, was eigentlich die Grundlage der Führung sein muss, dann ist es die Fähigkeit zum Gespräch.” Die Aussage stammt von einem Manager aus der Automobilbranche. Es gibt professionelle Kommunikationstechniken für Mitarbeitergespräche, für Konfliktsituationen, für Teambesprechungen. Eignen Sie sich auch hier ein möglichst breites Repertoire an!

6. Führung und Ziele
Zielvereinbarungen zählen zu den wichtigsten Instrumenten der Mitarbeitermotivation. Hier kommt ein kooperativer, demokratischer Führungsstil zum Einsatz: Schaffen Sie eine Kultur des Miteinander, binden Sie Ihr gegenüber in einem partnerschaftlichen Dialog in den Prozess der Definierung und Umsetzung von Zielen ein. Sie können so erhebliche Steigerungen von Produktivität und Leistung erzielen.

7. Erfolgreich führen
Führungserfolg wird durch unterschiedliche Aspekte bedingt – einige liegen in Ihrer Persönlichkeit und Fachkompetenz begründet, andere müssen erlernt und eingeübt werden. Ihr Potential und Ihre Persönlichkeit zu entdecken heißt auch, zu erkennen, wo Nachholbedarf besteht. Holen Sie sich dafür kompetente Unterstützung und trainieren Sie unter professioneller Anleitung!

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