Mit motivierten Mitarbeitern durch die Rezession

Deutsche Beschäftigte haben wenig emotionale Bindung an Unternehmen

Die Rezession löst Entsetzen bei Beschäftigen aus: Erfolgreiche Konzerne wie „SAP“ denken über Entlassungen nach; Mittelständler wie „Autoteile Unger“ legen ihren Mitarbeitern nahe, selbst zu kündigen; bei „Opel“ stehen die Bänder still; in fast jeder Belegschaft kursiert momentan die Angst um den Arbeitsplatz. Diese Angst kann Unternehmen lähmen. Denn ängstliche Mitarbeiter sind blockiert und unproduktiv.
Doch das Phänomen demotivierter Mitarbeiter existiert nicht erst seit der globalen Finanzkrise. Eine Untersuchung des Gallup- Instituts aus dem Jahr 2006 zeigt, dass bereits damals

  • 69% aller Arbeitnehmer lediglich Dienst nach Vorschrift leisteten
  • 16% sich bereits innerlich verabschiedet haben
  • 15% engagiert bei der Arbeit und mit ihr zufrieden waren.

Mit diesen Werten schneidet Deutschland im internationalen Vergleich eher schlecht ab.
Die Hauptursache für den Frust der Mitarbeiter liegt in einem schlechten Management. Arbeitnehmer geben unter anderem an, dass sie nicht wissen, was ihre Vorgesetzten von ihnen erwarten und dass diese sich nicht für sie als Menschen interessieren. Ihre Meinungen und Ansichten hätten kaum Gewicht.
Doch was nach Gallup weitaus gravierender ist: Je länger Mitarbeiter in einem Unternehmen beschäftigt sind, desto weniger sind sie engagiert. Das menschliche Kapital verliert so an Wert – obwohl es eigentlich durch Weiterbildung und Entwicklung wachsen soll.

Immaterielle Anreize wirkungsvoller als finanzielle Prämien

Wie gelingt es Ihnen als Führungskraft, Mitarbeiter in Zeiten des Stellenabbaus und Gehaltskürzungen zu motivieren? Geht das überhaupt ohne finanzielle Anreize? Ja – belegen Studien. Immaterielle Anreize seien sogar weitaus attraktiver als monetäre Lockmittel.
Deutschland zählt zu den Ländern, in denen am wenigsten gelobt wird. Die Kommunikation ist häufig so gestört, dass Mitarbeiter nicht einmal genau wissen, was ihre Vorgesetzten eigentlich von ihnen erwarten.

Transparenz, Anerkennung und eine Perspektive zählen zu den Grundbedürfnissen jedes Arbeitnehmers. Werden Vorgesetzte dem Anspruch nicht gerecht, sind demotivierte und unproduktive Mitarbeiter die logische Konsequenz. Mitarbeiter werden häufiger krank oder sie kündigen – zumindest innerlich. Die Wiederbesetzung einer Stelle inklusive Einarbeitung kann je nach Qualifikation zwischen 6.000 und 45.000 Euro kosten.

Die Geheimnisse guter Mitarbeiterführung

Was aber macht eine gute Mitarbeiterführung aus, wenn nicht das Geld der entscheidende Punkt ist? Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter erfolgreich und motivierend führen:

  • Begegnen Sie Ihren Mitarbeitern mit Anerkennung, Respekt und Vertrauen. Schätzen Sie deren Leistung wert und tauschen Sie sich in einem regelmäßigen Feedback mit Ihnen aus.
  • Mitarbeiter bleiben dauerhaft motiviert, wenn sie in der Lage sind, kurzfristige Ziele zu erreichen. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter, aber überfordern Sie sie nicht. Vereinbaren Sie mit ihnen Ziele und überprüfen Sie diese in regelmäßigen Abständen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern dafür den nötigen Freiraum und die Verantwortung.
  • Nur informierte Mitarbeiter sind motiviert. Machen Sie Wissen und Informationen in Ihrem Unternehmen für alle Mitarbeiter frei zugänglich. Gestalten Sie gleichfalls organisatorische Prozesse transparent und nach-vollziehbar und geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich mit ihren eigenen Anliegen und Vorschlägen einzubringen.
  • Motivation ist ein aktiver, langfristiger Prozess und muss als Daueraufgabe in der Führungs- und Unternehmenskultur wahrgenommen werden. Fördern Sie Ihre Mitarbeiter permanent, glauben Sie an deren Fähigkeiten und entwickeln Sie diese aktiv mit Schulungen und herausfordernden Aufgaben weiter!
  • Schalten Sie Angst aus: Wenn Angst vor Arbeitsplatzverlust die Köpfe Ihrer Mitarbeiter blockiert, hat Motivation keinen Platz. Offenheit ist das beste Mittel, um dem entgegenzuwirken. Sprechen Sie die Ängste Ihrer Mitarbeiter an, zeigen Sie Verständnis und bauen Sie Ihre Mitarbeiter auf.
  • Setzen Sie nicht nur auf die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter, sondern geben Sie ihnen vor allem Orientierung und Perspektive. Denn wer qualifiziert ist, kann Leistung bringen. Wer dagegen orientiert ist, will Leistung bringen. Dieser kleine Unterschied macht Motivation aus.
  • Bieten Sie Weiterbildungsmöglichkeiten an. Fast jeder Mitarbeiter fühlt sich motiviert, wenn ihm die Möglich-keit zur Erweiterung seines Wissens und damit ein Türöffner für seine weitere Karriere geboten wird.

Coachings und Motivationsseminare als Schlüssel zum Erfolg

Damit Führungskräfte ihre Mitarbeiter motivierend und überzeugend führen, haben sich Anbieter wie kopfarbeit-seminare darauf spezialisiert, Vorgesetzte mit wirkungsvollen und praxistauglichen Tools der Mitarbeitermotivation auszustatten. In Seminaren wie „Motivation als Führungsaufgabe – Erfolg durch motivierte Mitarbeiter“ lernen Vorgesetzte Führungsinstrumente kennen und einsetzen, mit denen sie sowohl ihre eigenen Ziele erreichen als auch die Motivation ihrer Mitarbeiter fördern.
Im Rahmen von professionellen Coachings erhalten Führungskräfte die Gelegenheit, den Inhalt ihres Werkzeug-fachkoffers zu überprüfen, bei Bedarf zu entrümpeln, neu zu sortieren und mit effektiven Instrumenten der Mitarbeiterführung zu ergänzen. Darüber hinaus können sie sich in Seminaren wie „Die Führungskraft als Coach – Beraten, fördern, motivieren“ die Fähigkeit erarbeiten, ihre eigenen Mitarbeiter zu coachen.

Angesichts des vergleichsweise großen Teils antriebsloser und unzufriedener Mitarbeiter in deutschen Unternehmen ist es essentiell, dass Führungskräfte in die Motivation ihrer Belegschaft investieren. Die aktuelle Finanzkrise fordert Vorgesetzte, jetzt zu handeln, mit ihren Mitarbeitern zu kommunizieren, sie gegebenenfalls zu beruhigen, Fakten klarzustellen und zu motivieren – unter diesen Voraussetzungen wird eine Belegschaft auch in schwierigen Zeiten engagiert und produktiv arbeiten und ihre volle Leistung erbringen.

Mitarbeitermotivation    RSS 2.0    Kommentar    Trackback   

Kommentar zum Artikel schreiben